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Abstimmung: StadtKunstLand Wettbewerb 2020 – 2022 „Lichtkunst“

Wettbewerb Lichtkunst: „GIMMEABREAK HELIX“ liegt vorne

In der April- und in der Mai-Ausgabe des RathausReport sowie über den Flyer „Lichtkunst“ waren die Brucker Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, aus den im Rahmen des Wettbewerbs „StadtKunstLand“ an öffentlichen Plätzen aufgestellten vier Lichtskulpturen ihren Favoriten zu wählen. Die Teilnahme wurde am 30. Mai beendet. Wir freuen uns, dass sich 112 Personen fristgerecht bis 30. Mai an der Aktion beteiligt haben. 103 Stimmen wurden als gültig gewertet. Die Stadt Fürstenfeldbruck bedankt sich ganz herzlich bei allen, die mitgemacht haben.

Und hier ist das Abstimmungsergebnis:

Das Kunstwerk von Christoph Hildebrand hat somit die meisten Stimmen erhalten und wird von der Stadt Fürstenfeldbruck angekauft.

Die Kulturstiftung Derriks wird die beiden Lichtskulpturen „Makrocontroller“ und „Let it be light“ erwerben und der Stadt als Dauerleihgaben überlassen. Die Stadt bedankt sich für dieses Engagement recht herzlich. Für die andere Arbeit wird noch ein Sponsor gesucht.

Stimmen Sie mit ab: Welches Kunstwerk aus dem Wettbewerb Lichtkunst soll die Stadt erwerben?

Seit vielen Jahren gab und gibt es in Fürstenfeldbruck Bestrebungen, Kunst im öffentlichen Raum zu präsentieren, um den Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit zu geben, sich mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen zu können. 2020 fand turnusmäßig der Wettbewerb StadtKunstLand statt.

Das Konzept für das Projekt „Lichtskulpturen in Fürstenfeldbruck“ wurde von der Kulturstiftung Derriks ausgearbeitet, die auch als Kuratorin eingesetzt wurde.

Zu dem eingeschränkten Wettbewerb wurden im Januar 2020 neun Künstler(-teams) zur Teilnahme eingeladen. Zum Abgabetermin Ende Februar 2020 wurden sieben Vorschläge eingereicht, die sämtlich den Wettbewerbsbedingungen entsprachen. Der Wettbewerbsausschuss wählte aus den sieben Entwürfen die vier Beiträge aus, die inzwischen umgesetzt worden sind:

● Christoph Hildebrand, „GIMMEABREAK HELIX“
● Siegfried Kreitner, „VIII 2019“
● Carolin Liebl & Nikolas Schmid-Pfähler, „Makrocontroller“
● Anne Pfeifer & Bernhard Kreutzer, „Let it be light“

Diese Kunstwerke erfüllten in besonderer Weise die Ausschreibung, in der gefordert war, dass mit den Arbeiten das Interesse an der Kunst gefördert wird und sie durch ihre Gestaltung „neugierig“ auf die zeitgenössische Kunst machen; dabei würden pädagogische Konzepte die Auswahl unterstützen.

CHRISTOPH HILDEBRAND, „GIMMEABREAK HELIX“

Der Künstler lebt und arbeitet in Essen.
Die Skulptur „GIMMEABREAK HELIX“ mit den orange und violett leuchtenden Buchstaben tarnt sich als „Werbeschild“. Doch beim näheren Hinschauen wird klar, dass hier nicht Konsumgüter oder Dienstleistungen beworben werden, sondern urmenschliche Fragen verhandelt werden: WOHER kommen wir? WOHIN gehen wir?
Diese Fragestellungen und die Suche nach Antworten sind der Ursprung von Religion und Philosophie. Aber es sind auch ganz aktuelle Fragen, die wir uns täglich stellen bzw. wir uns stellen sollten und über die wir in persönlichen oder gesellschaftlichen Krisenzeiten gezwungen sind, sehr gründlich nachzudenken. Bezogen auf unser Miteinander sind es Fragen, über die wir uns am Stammtisch oder unter (Partei-) Freunden die Köpfe heiß reden, wenn es um lokale, nationale oder globale Politik geht. Für einen Zugewanderten schwingt eine ganz eigene Bedeutung mit, für junge Menschen am Beginn ihres Lebenswegs sind es vermutlich die wichtigsten Fragen ihres Lebens, die in ihrem späteren Handeln beantwortet werden…
Das Wort WOHER leuchtet in violetter Farbe und thematisiert mit dem kühlsten Rotton die Vergangenheit. Das Wort WOHIN leuchtet in oranger Farbe und bezieht sich mit dem lebendigsten Rotton auf die Zukunft. Die Buchstaben der beiden Worte sind mittels exzentrisch an einem Mast fixierter Ringe auf einer spiralförmig nach oben ansteigenden und dabei breiter werdenden Helix angeordnet. Auf diese Weise sind die beiden Worte geometrisch miteinander verflochten und können bei der Umrundung ohne Anfang und Ende endlos aufeinander folgend gelesen werden. Ein Verweis auch darauf, dass Zukunft vor dem Hintergrund der Vergangenheit immer wieder neu geplant und gestaltet und Vergangenheit aus den Erfahrungen der Zukunft immer wieder neu verstanden und bewertet wird.

Standort: Cerveteri-/Martin-Luther-Straße

SIEGFRIED KREITNER, „VIII 2019

Der Künstler lebt und arbeitet in Essenbach und München.
Mit der Stele und dem künstlerischen Konzept „VIII 2019“ gibt er uns einen Lösungshinweis für den Umgang mit Energie in der aktuellen Klimakrise. Die Skulptur wandelt mit fünf Solarelementen das einfallende Sonnenlicht in Elektrizität um und erzeugt so die Energie für ihre eigene Bewegung und Beleuchtung.
Die minimalkinetische Skulptur des Künstlers folgt auch in dieser Version seiner Philosophie, dass sich aufgrund der geringen Geschwindigkeit der bewegten Teile der Betrachter Zeit nehmen soll. Alle 24 Sekunden treiben die Motoren die Solarpanels zu einen kompletten Bewegungszyklus an.
Die Sonnenenergie wird für die Aufladung eines elektrischen Akkumulators genutzt, der die benötigte Energie für die Bewegung der Solarpanels frei gibt. Weiterhin werden mit dem gespeicherten Strom die blauen LED-Leuchtelemente mit Energie versorgt. Sie werden morgens und abends durch eine Zeitsteuerung aktiviert. Die Skulptur ist somit autonom und benötigt keine externe Stromversorgung.

Standort: Cerverteri-/Rothschwaiger Straße

CAROLIN LIEBL & NIKOLAS SCHMID-PFÄHLER, „MAKROCONTROLLER

Das Künstlerduo Liebl und Schmid-Pfähler lebt und arbeitet in Offenbach.
Die Arbeit „Makrocontroller“ bringt den Betrachterinnen und Betrachtern die Technik näher, die in allen elektronischen und digitalen Geräten Grundbestandteil ist: Eine überdimensionale, quadratische Platine mit Leiterbahnen ist in der künstlerischen Umsetzung mit zahlreichen, bunten LED-Leuchten bestückt. Das Lichtobjekt hat die Form eines riesigen Microcontrollers mit seinen zahlreichen Anschlüssen zu allen Seiten. Über die Platine schlängeln sich Leiterbahnen, deren Verzweigungen an das Verkehrsnetz der Stadt erinnern. Überall in diesem Netzwerk funkeln bunte Lichter. Sie scheinen mal heller, mal dunkler und wechseln rege ihre Farbe. Das steht für den Informations-Austausch im analogen und digitalen städtischen Netzwerk. Die von der Platine ausgehenden Stahl-Rohre mit ihren offenen Enden stellen Anknüpfungspunkte für das überregionale Netzwerk und die Weltoffenheit Fürstenfeldbrucks dar.

Standort: Lärchenstraße/Buchenauer Platz

ANNE PFEIFER & BERNHARD KREUTZER, „LET IT BE LIGHT“

Das Künstlerduo Pfeifer & Kreutzer lebt und arbeitet in München und Reichelsheim im Odenwald.
Die Arbeit „Let it be light“ fordert die Interaktion mit den Betrachterinnen und Betrachtern und macht damit deutlich, dass durch Zusammenarbeit ein größerer Erfolg erreicht werden kann. Die LED-Lichtstreifen im Inneren der vierteiligen Installation können leuchten, wenn Betrachterinnen und Betrachter gemeinsam mit der Skulptur einen Stromkreis bilden. Dazu wird durch sie zwischen den einzelnen Stahlkörpern eine Verbindung geschaffen, indem sie diese anfassen. Damit die Skulptur komplett erleuchten kann, benötigt es mindestens zwei Menschen, die über die Skulptur in Interaktion treten. Eine einzelne Person kann nur jeweils zwei Teile der Skulptur erleuchten. Nehmen sich mehrere Menschen an die Hand, kann der Stromkreis komplett geschlossen werden.

Standort: Cerverteristraße/Weg neben dem Hort

(Texte und Fotos: Gerhard Derriks; „Let it be light“ Foto re. Künstlerduo Pfeifer & Kreutzer)

STIMMEN SIE AB! MITMACHEN UND GEWINNEN!

Diesmal haben die Brucker Bürgerinnen und Bürger erstmalig allein und ausschließlich die Möglichkeit, über den Ankauf der Skulptur zu entscheiden, die von der Stadt Fürstenfeldbruck erworben werden soll – ohne Beteiligung einer Jury.

Unter allen Teilnehmenden, die das Kunstwerk angekreuzt haben, das am Ende die meisten Stimmen erhalten hat, werden fünf Kunstwerke verlost! Die Stadt Fürstenfeldbruck dankt der Kulturstiftung Derriks, die vier Preise gestiftet hat, und dem Künstler Guido Zingerl, der ein Bild für die Verlosung beisteuert.

Diese fünf hochwertigen Kunstwerke gibt es zu gewinnen:

Roland Helmer
Collage
rot, rot – blau, blau
 Herdin
Öl auf Holz,
Hühnerhof
Prof. Ben Muthofer
Siebdruck, G 58,
ohne Titel
Romus
Öl auf Holz,
Landschaft mit Kühen und Hirte
Guido Zingerl
Acryl auf Holzspan,
Grüne Landschaft

MITMACHEN KÖNNEN SIE BIS 30. MAI 2022!

Bitte verwenden Sie den Teilnahme-Coupon aus der April- bzw. Mai-Ausgabe des RathausReports oder aus dem Flyer „StadtKunstLand – Wettbewerb 2020-2022 Lichtkunst“. Beides liegt im Rathaus aus.

Hier können Sie die Teilnahmebedingungen und die Datenschutz-Hinweise einsehen:

Teilnahmebedingungen
Datenschutz-Hinweise

(Karte: Schubert & Frantzke; Fotos: Gerhard Derriks; Zingerl: Foto Stadt FFB)