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Danke, dass Sie unsere Stadt mitgestalten!

Wir freuen uns sehr, dass Sie hier her gefunden haben. Sie wissen noch nicht, was dieses „ISEK“ überhaupt ist? Dann sind Sie hier genau richtig – alle wichtigen Fragen finden Sie hier beantwortet!

Was ist ein ISEK?

ISEK steht für „integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“. „Integriert“ bedeutet hierbei, verschiedenste Themen, die unser Zusammenleben betreffen, wie Mobilität, Wirtschaft, Klimaschutz oder Wohnen und Arbeiten, gemeinsam, gleichrangig und vernetzt zu betrachten. Es heißt aber auch, alle Stadtbewohnerinnen und -bewohner, Verwaltung oder Politik zu integrieren.

„Städtebauliches Entwicklungskonzept“ steht dafür, die Erkenntnisse aus den betrachteten Einzelthemen in ein übergeordnetes Konzept, bzw. einen Plan zu gießen, der die Entwicklung für Fürstenfeldbruck bis zum Jahr 2050 steuern soll. Ein roter Faden sozusagen, der eine Handlungslinie für alle Projekte und Entwicklungen der Stadt darstellt. Dabei können beispielsweise bauliche Entwicklungen festgelegt werden, etwa, wo und wie soll unsere Stadt wachsen? In die Fläche oder in die Höhe oder vielleicht gar nicht? Es können aber auch strategische Themen sein, die unser Zusammenleben betreffen, wie die Stärkung von Nachbarschaften, sozialem Zusammenhalt oder auch Bildung und Kultur.

ISEK Mediathek

Wie verläuft der Prozess?

Das ISEK beinhaltet sechs Phasen.

  1. In der Analysephase wird der Bestand erfasst: Welche Grünflächen gibt es, wo ist wieviel Verkehr, gibt es genügend Wohnraum, etc.?
  2. Diese Analyse wird in der 2. Phase bewertet, ein Stärken- und Schwächenprofil für Fürstenfeldbruck erstellt.
  3. In der folgenden Phase können Visionen erarbeitet werden, es sollen Leitziele für Fürstenfeldbruck entstehen, d.h. für was steht unsere Stadt, was ist ihre Identität, was kann ausgebaut und weiterentwickelt werden?
  4. In der 4. Phase entsteht daraus der eigentliche Stadtentwicklungsplan, der „rote Faden“, der die erarbeiteten Ideen, Visionen und Leitziele mit der Bestandsanalyse überlagert und in einen „Zukunftsfahrplan“ gießt.
  5. Dieser wird in der nächsten Phase detailliert und in konkrete Maßnahmen übergeführt.
  6. Die letzte Phase dient dazu, die entwickelten Maßnahmen zu priorisieren und in eine konkrete Machbarkeit zu überführen.
Was sind die Themen? (Handlungsfelder)

01 Stadt und Region
02 Stadtstruktur und Quartiere
03 Wohnen und Soziales
04 Bildung und Kultur
05 Landschaft und Umwelt
06 Klima und Energie
07 Freiräume und Sport
08 Wirtschaft und Tourismus
09 Mobilität

Was wird betrachtet? (Handlungsräume)

Das ISEK ist ein Konzept für die gesamte Stadt Fürstenfeldbruck. Schnell haben wir aber gemerkt, dass die Stärken, Schwächen, Potenziale, Risiken, aber auch die Ziele im Stadtgebiet sehr unterschiedlich sind. Aus diesem Grund wurde das Stadtgebiet in 12 sogenannte „Handlungsräume“ geteilt, die im fortlaufenden Prozess differenzierter betrachtete werden sollen.

01 Aich und Umgebung
02 Puch
03 Lindach und Umgebung
04 Hasenheide und Hasenheide-Nord
05 Fliegerhorst
06 Vernetzungsbereich B471
07 Buchenau und Umgebung
08 Siedlungsbereich
09 Stadtmitte
10 Landschaftsraum Amper
11 Vorstadt Bahnhof
12 Gelbenholzen und Umgebung

Warum sollte ich mitmachen?

Das ISEK zielt darauf ab, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt – im städtischen Gebiet, den Ortsteilen wie auch im ländlichen Umland – zu verbessern und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Hier einige Gründe, warum Sie sich als Bürgerinnen und Bürger der Stadt beteiligen sollten:

Lokales Expertenwissen, Interessen und Ideen
Anliegen, Ideen und Zielvorstellungen der Bürgerschaft bilden die Basis für ein maßgeschneidertes ISEK für FFB. Bürgerinnen und Bürger haben oft ein tieferes Verständnis für lokale Bedürfnisse, bestehende Interessen- und Zielkonflikte, aber auch für Potenziale in ihrem Lebensumfeld. Ihre Beteiligung kann dazu beitragen, dass die Planung besser auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft zugeschnitten ist.

Sensibilisierung und Bewusstsein schaffen
Die Stadt ist mit vielfältigen Herausforderungen (wie u.a. dem Klimawandel, der Mobilitätswende, dem Trend zur Versingelung) konfrontiert, wenn es um die Entwicklung der Stadt geht. Im Rahmen von breiten Bürgerbeteiligungen soll ein Bewusstsein für zukünftige Herausforderungen für FFB geschaffen werden.

Transparenz des Entscheidungsprozesses
Durch regelmäßiges Einbeziehen der Bürgerschaft soll der gesamte Planungsprozess des ISEK so transparent wie möglich gestaltet werden. Projekte, die auf breite Beteiligung stoßen, haben oft eine höhere Akzeptanz für spätere Entscheidungen zur Folge.

Konsens durch Partizipation
Eine Vielzahl an verschiedenster Beteiligungsformate bietet die Möglichkeit, aktiv an Entscheidungsprozessen teilzunehmen, die die eigene Lebensumgebung betreffen. Ein breiter Konsens über zukünftige Entwicklungen in der Stadt – im städtischen Gebiet, den Ortsteilen wie auch im ländlichen Umland – soll so erzielt werden.

Vielfältige Perspektiven für ganzheitliche Lösungen
Bürgerbeteiligung bringt verschiedene Perspektiven, Ideen und Meinungen in den Planungsprozess ein, was zu umfassenderen und ganzheitlicheren Lösungen führen kann.

Einfluss auf die Zukunft der Stadt
Letzten Endes werden Entscheidungen durch die demokratische Vertretung der Bürgerschaft, den Stadtrat getroffen. Doch auf die Entscheidungsgrundlage für den Stadtrat haben Sie als Bürgerinnen und Bürger durch ihre Beteiligung am ISEK großen Einfluss. Ihre Anmerkungen werden laufend in die Planung miteinbezogen und beeinflussen das Ergebnis des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes. Dieses gemeinsam erarbeitete Ergebnis wird am Ende des Prozesses durch den Stadtrat beschlossen und zur neuen Richtschnur für die zukünftige Stadtplanung.

Wer ist in den Prozess mit einbezogen?

Innerhalb des gesamten Prozesses gibt es verschiedene Akteursgruppen, die unterschiedliche Entscheidungsgewalt bzw. Grad an Mitwirkung besitzen. Folgende Beteiligte spielen im Entwicklungsprozess des ISEKs für Fürstenfeldbruck eine Rolle:

Gesamte Bürgerschaft aller Alters- und Gesellschaftsgruppen
Eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung erfolgt im Rahmen großer Bürgerdialoge, zu denen alle Bürgerinnen und Bürger aller Alters- und Gesellschaftsgruppen der Stadt eingeladen sind. Darüber hinaus gibt es digitale Beteiligungsformate, die im Rahmen der Frage „Wie kann ich mitmachen?“ näher erläutert werden. Die Gesamtbevölkerung bekommt die Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben und Fragen zu stellen. Der Einfluss steigt durch die Berücksichtigung neuer Argumente und Perspektiven.

ISEK-Werkstatt
Die ISEK-Werkstatt ist ein Arbeitskreis bestehend aus dem „ISEK-Rat“ (Zufallsauswahl über Melderegister), den Schlüsselpersonen aus Vereinen, Verbänden, Kirchen, etc. sowie aus interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich initiativ beworben haben. Insgesamt besteht die ISEK-Werkstatt aus 59 Personen. Der Arbeitskreis arbeitet kooperierend an der Entwicklung des ISEKs mit. Ihr Mitwirkungsgrad ist höher als bei der allgemeinen Gesamtbevölkerung. Es handelt sich hierbei um eine fortgeschrittene Form der Bürgerbeteiligung, bei der ein intensiver Austausch zwischen verschiedenen Interessengruppen stattfindet. Die ISEK-Werkstatt beeinflusst die Planungen aktiv durch die Diskussion und Bearbeitung gemeinsamer inhaltlicher Ideen, was zu einer stärkeren öffentlichen Mitverantwortung führt. Die Kommunikation erfolgt wechselseitig mit dem Planungsbüro in strukturierter, aber offener Weise im Rahmen von Workshops. Sie wird bereits in der frühen Planungsphase eingebunden und über den gesamten Prozessverlauf hinweg beteiligt.

Politik (Stadtrat)
Die wesentlichen Entscheidungen liegen bei dem demokratisch legitimierten Stadtrat. Fachliche Empfehlungen durch die Stadtverwaltung, sowohl wie Empfehlungen der ISEK-Werkstatt werden in der Entscheidungsfindung berücksichtigt.

Stadtverwaltung (Ämter)
Die Ämter spielen insbesondere als Fachexperten eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des ISEK. Sie liefern Informationen zu bestehenden Erkenntnissen, Konzepten und bereits geplanten Vorhaben der Stadt. Sie begleiten das ISEK neben dem Planungsbüro aus fachlicher Sicht.

Planungsbüro
Das Internationale Stadtbauatelier (ISA) entwickelt das ISEK in Kooperation mit allen o.g. Akteursgruppen und führt die Erkenntnisse und Ergebnisse aller Akteure zusammen.
Es besteht ein reger Austausch zwischen der Stadtverwaltung, dem Planungsteam sowie den Fachexperten, so dass stets alle aktuellen Vorhaben der Stadt in die Entwicklung des ISEKs einfließen. Darüber hinaus organisiert ISA in Zusammenarbeit mit einer Beteiligungsexpertin und der Stadtverwaltung Bürgerbeteiligungen verschiedenster Art. Die Ergebnisse werden dokumentiert und ausgewertet. Punkte mit Diskussionsbedarf werden durch das Planungsteam verstärkt unter die Lupe genommen sowie Ideen und Wünsche in der Entwicklung von Leitzielen und Maßnahmen für FFB berücksichtigt.

Wie kann ich mitmachen?

Große Bürgerbeteiligungen
Drei große Bürgerbeteiligungen laden die gesamte Bürgerschaft, alle Alters- und Gesellschaftsgruppen, zur gemeinsamen Entwicklung der Stadt FFB ein. Im ersten Bürgerdialog liegt der Fokus auf der Analyse der Bestandssituation, im zweiten Bürgerdialog geht es um die Sammlung von Maßnahmen für das gesamte Stadtgebiet über alle Handlungsfelder hinweg. Der dritte und letzte Bürgerdialog ist eine Informationsveranstaltung, in der die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse des ISEK informiert werden.

Aktionen im Stadtlabor
Für Groß und Klein werden im Stadtlabor verschiedenste Aktionen angeboten und zur Beteiligung eingeladen. Es werden Ideen gesammelt, Vorschläge kommentiert oder bewertet.

Stadtlabor auf Reisen
Das ISEK-Team lädt Bürgerinnen und Bürger nicht nur in das Stadtlabor ein, sondern kommt auch zu Ihnen vor Ort, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen. Sei es über informelle Formate wie die Flaschenpost oder aber auch über das Bruck-Tuk, ein Lastenrad, das die einzelnen Ortsteile besucht. Insgesamt gibt es drei Bruck-Tuk-Touren: Die Advents-, Frühlings- und die Herbst-Tour.

Veranstaltungen und Feste der Stadt
Auch bei Veranstaltungen der Stadt ist das ISEK-Team vertreten, um über die Themen und die Relevanz des ISEK zu informieren, Bewusstsein zu schaffen und zum Mitmachen anzuregen.

Website Brucker Stadtgespräche
Neben zahlreicher analoger Formate lädt auch eine digitale Plattform zum Informieren und Mitmachen ein. Zudem werden hier die Ergebnisse und Impressionen vergangener Veranstaltungen veröffentlicht und auf aktuelle Veranstaltungen und Aktionen hingewiesen.

Instagram
Hin und wieder gibt es auch auf Instagram Fragerunden, an denen sich insbesondere auch die jüngeren Generationen beteiligen können.

Was ist das Stadtlabor?

Ein wichtiger räumlicher Dreh- und Angelpunkt des Prozesses ist das sogenannte „Stadtlabor“. Ein kreativer Raum, in dem innovative Ideen entwickelt, experimentiert und getestet werden, um Lösungen für städtebauliche Herausforderungen zu finden. Es befindet sich in der Pucher Straße 6a – ein Raum für alle Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner. Dort finden Beteiligungen statt, dort werden Ergebnisse ausgestellt, es finden Veranstaltungen, Workshops und Vorträge statt. Es dient aber ebenso als allgemeiner Treffpunkt, an dem man sich bei einer Tasse Kaffee austauschen, lesen oder arbeiten kann. Auch für Kinder und Jugendliche werden Veranstaltungen angeboten.

Geöffnet ist es täglich von 11 bis 19 Uhr. Unsere Ansprechpartner der Stadt stehen den Bürgerinnen und Bürgern immer mittwochs von 14:00 bis 16:00 Uhr und donnerstags von 10:30 bis 12:00 Uhr – außer an Feiertagen – zur Verfügung.

Was hat das Stadtlabor zu bieten? Was kann man dort machen? Hier ein Überblick:

  • Informieren rund ums ISEK
  • Austauschen unter Bürgern und mit Fachplanern
  • Mitmachen an Aktionen und sich aktiv beteiligen
  • Ideen entwickeln und diskutieren

Was passierte bisher?

Aktionen und Veranstaltungen, die bereits gelaufen sind, werden im Rahmen einer „Aktionen-Wolke“ präsentiert. Diese besteht aus kleinen quadratischen Kärtchen, die im Schaufenster des Stadtlabors ausgehängt werden.

Vorderseitig werden der Titel und der Zeitraum der Aktion dargestellt. Rückseitig polarisiert eine Frage zur Aktion das jeweilige Thema. Ein kurzer Informationstext beschreibt die Aktion. Darüber hinaus findet sich hierauf ein Verweis auf die Ergebnisse im digitalen Raum (PDF).

Für jede abgeschlossene Phase des ISEKs wird ein zusammenfassendes Plakat aufgehängt. Die Bürgerinnen und Bürger können sich über die Inhalte der abgeschlossenen Phasen informieren und bekommen einen Überblick über den Stand des ISEKs.

Was läuft aktuell?

Aktuell laufende Aktionen sowie zukünftig anstehende Veranstaltungen finden Sie hier.